1.3. – 24.5.2026

Nolan Lucidi

Bildersaal

Für seine erste institutionelle Einzelausstellung zeigt Nolan Lucidi (*2000, lebt und arbeitet in Basel) im Kunsthaus Glarus mit Bildersaal eine Installation mit Videos und Objekten. Die Arbeit widmet sich männlichem homosexuellem Begehren in Literatur- und Kunstgeschichte ebenso wie im persönlichen Erleben. Zugleich untersucht Lucidi die Formensprache und den Autoritätsanspruch des Minimalismus sowie dessen Fortwirken in der Alltagsästhetik und überschreibt sie mit autofiktionalen und erotischen Narrativen.

Vor dem Eingang des Kunsthaus Glarus hängt eine Vitrine. Sie zitiert den öffentlichen Aushang in Leukerbad (Loèche-les-Bains), worin der US-amerikanische Autor James Baldwin mit Zeitungsausschnitten gewürdigt wird. Baldwin verbrachte die Winter 1951 und 1952 in dem Walliser Bergdorf und beendete dort seinen ersten Roman Go Tell it on the Mountain (1953, dt. Von dieser Welt) sowie den bekannten Essay Stranger in the Village (1953, dt. Ein Fremder im Dorf). Unerwähnt bleibt in der offiziellen Geschichtsschreibung jedoch die Liebesbeziehung zwischen Baldwin und dem Walliser Maler Lucien Happersberger, in dessen Chalet der Autor lebte. Mit Literary Architecture: Loèche-les-Bains (the light from the window lay across his chest, and I could not look away), 2026, verweist Lucidi auf diese für Baldwin zentrale Beziehung. Baldwin bezeichnete sie später als „die eine wahre Liebesgeschichte seines Lebens“. Trotz Happersbergers späterer Heirat blieben beide bis zu Baldwins Tod eng verbunden. Der Roman Giovanni’s Room (1956, dt. Giovannis Zimmer ) – ein Meilenstein schwuler Literatur – ist Happersberger gewidmet. Indem Lucidi den geschützten Raum des Zimmers als Arbeits- und Lebensraum ins Zentrum rückt, entwirft er eine Gegenerzählung zur offiziellen Erinnerungspolitik: er verschiebt den Fokus von der öffentlichen Figur auf die intime Beziehung und deren räumliche Verortung.

Der zweite Teil der Ausstellung befindet sich im Seitenlichtsaal des Kunsthaus Glarus. Der Raum wird in eine intime, poetische Choreografie bewegter Bilder verwandelt, die Sehen, Gesehenwerden und Begehren thematisiert und die Besucher:innen mit einbezieht. An die Arbeiten von Donald Judd, den Pionier des Minimalismus, erinnernde Metallobjekte werden zu Bildschirmen für filmische Gegenerzählungen. Sie untersuchen das Verhältnis zwischen geschütztem Raum und öffentlicher Figur beziehungsweise Performance – in Leben, Literatur und Kunst. Im Kontrast zur paradigmatischen Haltung des Minimalismus, Objektivität und Autonomie über Emotion und Metapher zu stellen, sind Lucidis Screening Sculptures, 2026 anthropomorphe, erzählende Gestalten, die zu zweit oder zu dritt interagieren oder allein im Raum liegen. Sie sind gleichzeitig Screens (Bildschirme) und Körper (Volumen), die sich durch Spiegelungen in der Scheibe je nach Tageszeit vervielfachen.

Räume als Rückzugsorte, als Orte des Begehrens und als Schauplätze der Aushandlung von Beziehungen –
emotionaler wie finanzieller Natur – bilden einen zentralen Ausgangspunkt in Lucidis Praxis. Für die Umsetzung seiner essayistischen Bilderabfolgen arbeitet er mehrheitlich mit der Methode der assoziativen Überlagerung. Er druckt Archivbilder von Kunstwerken, eigene Fotografien und 3D-Renderings auf transparente Folie und filmt sie auf einem Leuchtpult. Die 3D-Renderings dienen Lucidi jedoch nicht der spekulativen Erfindung neuer Architekturen, sondern einer rückblickenden Konstruktion: Er zeichnet Zimmer aus der Erinnerung oder nach literarischen Vorlagen – etwa aus Giovanni’s Room. Durch Gegenüberstellung und Überlappung verschiedener Materialien, bis hin zur Auslöschung, entstehen visuelle Gefüge, in denen Beziehungen zwischen Werken, Räumen und unterschiedlichen Männlichkeitsbildern sichtbar werden. Diese Konstellationen bleiben bewusst instabil: Sie werden sichtbar gemacht, ohne in eine eindeutige Lesart überführt oder festgeschrieben zu werden.

An der Rückwand beim Fenster befindet sich eine weitere Arbeit, die sich mit dem natürlichen Lichteinfall verändert. Wie eine abschliessende Klammer verweist sie auf die Vitrine vor dem Eingang des Kunsthaus Glarus. Zwei Uhrengläser sind auf einer Höhe von 175 cm und 166 cm im rechten Winkel zur Wand angebracht. Untitled (Slice of Life), 2024 zeigt die ins Glas geritzten Porträts von Lucien Happersberger und James Baldwin und verweist mit der Höhe auf ihre jeweiligen Körpergrössen. Wie ein Uhrwerk bilden die beiden Gesichter je nach Lichteinfall einen Schatten auf der Wand, der sich für kurze Zeit trifft.

Kuratiert von Annette Amberg.


Nolan Lucidi (*2000, lebt und arbeitet in Basel) schloss im Sommer 2025 den Master am Institute Art Gender Nature der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel ab. Von 2019 bis 2023 studierte er an der ECAL in Lausanne, wo er seinen Bachelor of Fine Arts abschloss. Zu seinen Ausstellungen gehören Kunstverein Freiburg; Kunst Raum Riehen; Kunsthaus Baselland; Kunstverein Olten (alle 2025); Kunsthalle Basel; EAC (Les Halles) in Porrentruy ; Galerie Fabienne Levy, Genf; Der Tank, Basel; Bacio, Bern (alle 2024); Art Genève mit CIRCUIT – Centre d'art contemporain Lausanne; HIT, Genf; CIRCUIT – Centre d'art contemporain, Lausanne (alle 2023); Locus Solus, Prilly (2022).

(Veranstaltungen)

Samstag, 28. Februar 2026, 18.00 Uhr

Vernissage: Sitara Abuzar Ghaznawi, Akosua Viktoria Adu-Sanyah, Nolan Lucidi, Das Jahr der Sammlung: Prolog

18:00 Uhr – Eröffnung
18:30 Uhr – Ansprache der Direktorin Annette Amberg und des Präsidenten des Glarner Kunstvereins Kaspar Marti, währenddessen Kinderführung mit Mara Danz (Kunstvermittlung)
Im Anschluss – Suppe, Getränke und Musik von Oblique

Donnerstag, 12. März 2026, 13.00 Uhr

Kunst & Kaffee

30-minütiger Ausstellungsrundgang mit Annette Amberg und Mara Danz mit anschliessendem Kaffee und Kuchen. 

Der Rundgang ist im Eintrittspreis inbegriffen und findet in deutscher Sprache statt.

Donnerstag, 12. März 2026, 19.00 Uhr

Filmabend

Präsentation der Videoarbeiten A So-Called Archive (2020) von Onyeka Igwe und The Letter (2019) / Fleshbacks (2021) von Belinda Kazeem-Kamiński, die sich kritisch mit der Macht von Sammlungen und Archiven in der Bildung kollektiver Erinnerungen auseinandersetzen.

Der Filmabend ist im Eintrittspreis inbegriffen. Einführung von Annette Amberg auf Deutsch. Filmdauer total 50 Minuten. 

A So-Called Archive (2020) von Onyeka Igwe
Onyeka Igwe zeigt ein forensisches Interesse an den Bildern der britischen Kolonialvergangenheit und ihren Institutionen sowie an den sichtbaren Spuren, die sie im heutigen Grossbritannien hinterlassen haben. Aufnahmen zweier Archivgebäude werden zu einem Doppelporträt verwoben: Das in Lagos gefilmte Gebäude beherbergte früher die ehemalige Nigerian Film Unit, die Teil der sogenannten Colonial Film Unit (1932-1955) war und einst zu den allerersten Aussenposten britischer visueller Propaganda gehörte. Das zweite Gebäude ist das ehemalige Empire and Commonwealth Museum in Bristol. Dort wurden einst Fotografien, Filme und Objektsammlungen aus dem gesamten ehemaligen britischen Empire aufbewahrt. Der Film nutzt die Genres von Hörspiel, Corporate Video-Touren und des „Detective Noir“ für eine eindringliche und kritische Annäherung an die Geschichte zweier kolonialer Archivgebäude und die fortdauernden gewaltvollen Verstrickungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den ehemaligen Kolonien. 

Der Film wird mit deutschen Untertiteln gezeigt. 

The Letter (2019) / Fleshbacks (2021) von Belinda Kazeem-Kamiński
Die Arbeit The Letter (2019) bewegt sich zwischen Video, Performance, Klang und Text. Die Künstlerin untersucht darin die Kraft des Archivs bei der Bildung kollektiver Erinnerungen. Ausgangspunkt ist die eindringliche Erinnerung an eine Gruppe von Westafrikaner:innen im Wien des 19. Jahrhunderts. Durch das Verfolgen der hinterlassenen Spuren eröffnet sich eine Analyse archivarischer Strukturen und der darin aufbewahrten Objekte. Dadurch wird ein Verständnis der Vergangenheit angedeutet, welches diese nicht als abgeschlossen begreift, sondern als ein Tor für Auseinandersetzungen mit diasporischen Zeitlichkeiten. 
In Verbindung steht The Letter auch mit der zweiten Videoarbeit Fleshbacks, indem die Personen zwar nicht immer dieselben sind, aber Gegenstände wie das Vergrösserungsglas und die Werkzeuge für Restaurator:innen, in beiden Videos auftauchen und so darauf hinweisen, dass die Geschehnisse einander kommentieren. In Fleshbacks agieren die Protagonist:innen miteinander, aber auch mit Personen auf Archivfotografien, und bewegen sich, einem Ruf folgend, durch ein städtisches Setting – sie klettern, rennen, steigen Treppen. So entsteht eine visuelle und auditive Verschmelzung verschiedener Orte, Zustände und Erinnerungen. In dieser raum- und zeitübergreifenden Zone verschwimmen die Grenzen zwischen Wien und Accra, zwischen damals und heute, zwischen dem Hier und Dort und sind schliesslich überholt. 


Onyeka Igwe
 
ist einen in London lebende Künstlerin, Filmemacherin, Programmiererin und Forscherin. Sie lebt derzeit in London. In ihrer non-fiktionalen Videoarbeit nutzt Igwe Tanz, Stimme, Archiv und Text, um eine Vielzahl von Narrationen freizulegen. Ihre Arbeiten untersuchen den physischen Körper und den geografischen Raum als Orte kultureller und politischer Relevanz. Zu Igwes Einzelausstellungen zählen unter anderem: our generous mother, Art Now, Tate Britain, London, 2025; The Miracle on George Green, Arcadia Missa, London; history is a living weapon in yr hand, Bonington Gallery, Nottingham (beide 2024); A Repertoire of Protest (No Dance, No Palaver), MoMA PS1, New York, 2023. Ausgewählte Gruppenausstellungen umfassen: Where we meet land: environment and ecology in artists’ moving image, Fruitmarket (kommend); The Film London Jarman Award 2025 Exhibition, Whitechapel Gallery; The Great Camouflage, Rockbund Art Museum; Convergence, The David Collins Foundation; Total Climate Part 3, Nicoletti Contemporary (2025); Conversations, Walker Art Gallery; Liberation in Four Movements, Art Museum University of Toronto; Nigeria Imaginary, Nigeria Pavilion at the 60th International Art Exhibition — La Biennale di Venezia; Ritual in Transfigured Time, Netwerk Aalst; Lagos Biennial, Tafawa Balewa Square (alle 2024).

Belinda Kazeem-Kamiński ist eine in Wien lebende Autorin, bildende Künstlerin und Forschende. Verwurzelt in Schwarzer feministischer Theorie, arbeitet sie mit einer recherchebasierten und prozessorientierten investigativen Praxis, welche sich mit den Bedingungen Schwarzen Lebens in der afrikanischen Diaspora auseinandersetzt. Dabei verbindet sie verschiedene Räume und Zeiten und widersetzt sich einer klaren Trennung zwischen Dokumentation und Spekulation. Zu ihren ausgewählten Einzelausstellungen zählen: Aerolectics, Kunst Meran, Meran, 2025; Respire (Liverpool), Phileas – The Austrian Office for Contemporary Art, Wien, 2024; Irè (Blessings), Wonnerth Dejaco, Wien, Österreich, 2024; O.T., K. T. C. I., Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig / f/stop Festival, Leipzig, 2024; You are awaited but never as equals, Coalmine, 2023. Ausgewählte Gruppenausstellungen sind unter anderem: Bounding Histories. Whispering Tales, Art Encounters Biennial, Timișoara, 2025; Freeing the Voices, Kunsthaus Graz, Graz, 2025; Tactical Specters, La Ferme du Buisson, Noisiel (Region Paris), 2025; Carried Over, International Studio & Curatorial Program (ISCP), New York, 2025; Take a Breath, Irish Museum of Modern Art (IMMA), Dublin, 2024; Gruppenausstellung (mit Raven Chacon & Oscar Tuazon), Galerie Eva Presenhuber, Zürich, 2024; Respire (Liverpool), Liverpool Biennial, Liverpool, 2023; Irè / Blessings presentation, ART X Lagos, Lagos, 2023.

Donnerstag, 9. April 2026, 13.00 Uhr

Kunst & Kaffee

30-minütiger Ausstellungsrundgang mit Annette Amberg mit anschliessendem Kaffee und Kuchen. 

Der Rundgang ist im Eintrittspreis inbegriffen und findet in deutscher Sprache statt. 

Mittwoch, 6. Mai 2026, 15.00 Uhr

Nachmittag für Kinder: "Erinnerungstaschen" mit Mara Danz

In den aktuellen Ausstellungen entdecken wir Materialien, Farben und Formen, die von Erinnerungen, Identität und Zugehörigkeit erzählen. Mit Stoffen, Fäden, Bändern, Knöpfen und gefundenen Materialien haltet ihr eure Eindrücke auf einer Stofftasche fest – durch Knoten, Flechten und Kleben.

Taschen sind mehr als nur Dinge, in denen wir Sachen transportieren. Sie begleiten uns, schützen unsere Lieblingsobjekte, tragen Erinnerungen, Geheimnisse und manchmal sogar ein Stück Zuhause mit sich. 

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt. Für Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche. Freier Eintritt. 

Info und Voranmeldung bis 3. Mai 2026 unter info@kunsthausglarus.ch

 

Donnerstag, 7. Mai 2026, 13.00 Uhr

Kunst & Kaffee

30-minütiger Ausstellungsrundgang mit Annette Amberg mit anschliessendem Kaffee und Kuchen. 

Der Rundgang ist im Eintrittspreis inbegriffen und findet in deutscher Sprache statt.

Sonntag, 10. Mai 2026, 11.30 Uhr

Sonntag im Kunsthaus: 11:30 Uhr Ausstellungsrundgang, 12:30 Uhr Mittagessen, 14:00 Uhr Performance, Lesung, Gespräch

Sonntag im Kunsthaus Glarus:

Unsere Veranstaltungsreihe "Sonntag im Kunsthaus Glarus" lädt Sie ein, an einem der Veranstaltungen teilzunehmen oder gleich den ganzen Sonntag im Kunsthaus Glarus zu verbringen.

11:30 Uhr

mit Akosua Viktoria Adu-Sanyah, Annette Amberg, Claire Hoffmann, Kuratorin Centre Culturel Suisse de Paris (CCS), und Tadeo Kohan, Interimskurator CCS und freischaffender Kurator

Der Ausstellungsrundgang findet in deutscher Sprache statt. 
Das gesamte Programm (exkl. Mittagessen) ist im Eintritt inbegriffen.  


12:30 Uhr

Gemeinsames Mittagessen

Kosten Mittagessen: CHF 10.– exklusiv Eintritt Kunsthaus.

Voranmeldung bis 8. Mai unter info@kunsthausglarus.ch


14:00 Uhr 

Lesung von Quinn Latimer – Die Autorin Quinn Latimer liest ausgewählte Texte.
Performance von Yann Slattery – Yann Slattery, Performer:in, präsentiert eine eigens für die Installation von Nolan Lucidi entwickelte Performance.
Gespräch mit Nolan Lucidi, Künstler

Quinn Latimer ist eine in Kalifornien geborene Autorin und Redakteurin, die sich in ihrer Arbeit häufig mit feministischen Ökonomien des Schreibens, Lesens und der Produktion bewegter Bilder auseinandersetzt. Zu ihren Büchern zählt Like a Woman: Essays, Readings, Poems (Sternberg Press, 2017). Sarah Lucas: Describe This Distance (Mousse Publishing, 2013), Film as a Form of Writing: Quinn Latimer Talks to Akram Zaatari (WIELS/Motto Books, 2013), und Rumored Animals (Dream Horse Press, 2012). Ihre Texte und Lesungen wurden vielfach präsentiert, u. a. im REDCAT, Los Angeles; in der Chisenhale Gallery, London; im Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam; im Radio Athènes, Athen; im Poetry Project, New York; auf der Architekturbiennale in Venedig; und auf der Sharjah Biennale 13. Sie ist Herausgeberin zahlreicher Publikationen und war Chefredakteurin der Publikationen für die documenta 14. Sie lehrte u.a. an der Haute École d'Arts Appliqués HEAD in Genf, an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, am Saas-Fee Summer Institute of Art in Saas-Fee und Berlin sowie am The Banff Centre in Kanada. Seit 2020 ist sie Dozentin im Master-Studiengang des Institute Art Gender Nature HGK FHNW in Basel.

Yann Slattery (lebt und arbeitet in Basel) ist Tänzerin, Performer:in, Choreograf:in, Stripper, Community-Organizer und visuelle Künstler:in. Mit einem Bachelor in Modedesign und einem Master in Art Gender Nature (HGK) bewegt sich seine Arbeit bewusst zwischen Disziplinen. 2022–23 Co-kuratierte er gemeinsam mit Renée Steffen und Peter Wili die queere Filmreihe *Starsign Screenings* im Amore Basel; seit 2025 organisiert Yann mit anderen queeren Stripper*innen und Sexarbeiter*innen den queer-trans Stripclub Kiss My Ass in Zürich. Gemeinsam mit Yevheniya Kravets bildet Yann Slattery das Performance-Duo Husbands. Ihre Arbeiten PLAYBOIS (2023) und SERVING TOY BOI / BOI TOY SERVING (2025) verbinden Gaming Welten und Performance und nützt Performance als Tool zum Un//masking. Sie zeigten u.a. in Schweden (Norbergfestival), Birmingham (Fierce Festival), Zürich (Rote Fabrik, Zentralwäscherei), Basel (Humbug) und Wien (Performative Screenings – School). Yanns choreografische Arbeiten umfassen u. a. das Performance-Stück Tanga Tragedy (2022, Transboahalle Basel, Amore Basel) – eine theatralische Erforschung jenes zugleich intimen und exponierten Kleidungsstückes, eine Tragödie geschrieben für 11 Tanga Persönlichkeiten in 10 Akten, welche nie numerisch gezeigt werden.

Die Lesung und das Gespräch finden in englischer Sprache statt.

(Unterstützung)

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Nolan Lucidi, Bildersaal, Installationsansicht Kunsthaus Glarus, 2026. Foto: Gina Folly
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Nolan Lucidi, Bildersaal; Literary Architecture: Loèche-les-Bains (the light from the window lay across his chest, and I could not look away), 2026, Kunsthaus Glarus. Foto: Gina Folly
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Nolan Lucidi, Bildersaal, Installationsansicht Kunsthaus Glarus, 2026. Foto: Gina Folly
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Nolan Lucidi, Bildersaal, Installationsansicht Kunsthaus Glarus, 2026. Foto: Gina Folly
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Nolan Lucidi, Bildersaal, Installationsansicht Kunsthaus Glarus, 2026. Foto: Gina Folly
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Nolan Lucidi, Bildersaal, Installationsansicht Kunsthaus Glarus, 2026. Foto: Gina Folly
Plakat Final v2 Plakat F4 ohne vernissage